Ein großer künstlerischer Einzelgänger: Karl Hofer
In dieser Episode spreche ich mit der Kuratorin Dr. Anke Dornbach über den Maler Karl Hofer und ausgewählte Werke. Der Künstler war Waisenkind und wurde zu einem der wichtigsten Figurenmaler der deutschen Moderne.
Auf der Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits politischer und modischer Strömungen entwickelte Hofer eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus – geprägt von eindringlicher Emotionalität, stiller Dramatik und hohem Symbolgehalt.
Die Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle/Saale zeigt erstmals ein umfangreiches Konvolut von gut 50 Gemälden der Sammlung Arthouse aus Leipzig. Sie macht die künstlerische Vielfalt Hofers sichtbar und verdeutlicht, warum seine Kunst – zwischen Schönheit und Wahrheit – auch heute noch von eindringlicher Aktualität ist
Karl Hofer hinterließ in einer Schaffenszeit von rund 57 Jahren ein Œuvre von über 2900 Gemälden und weit mehr Arbeiten auf Papier. Sein frühestes verzeichnetes Gemälde datiert in das Jahr 1898, das letzte entstand kurz vor seinem Tod 1955. Im Nationalsozialismus wurden über 300 seiner Werke als »entartet« aus deutschen Museen entfernt.
Besprochene Werke: Aufziehendes Gewitter, 1944: https://www.van-ham.com/de/kuenstler/karl-hofer/karl-hofer-aufziehendes-gewitter.html
Mann in Trümmern, 1947: Keine Abbildung
Schwarzmond 1948: https://www.kettererkunst.de/image-max.php?obnr=113003563&anummer=409&ebene=0&ext=0
Stillleben mit Vase und Fenster, 1953: Keine Abbildung
Kartenspieler, 1924: https://www.artnet.de/künstler/karl-hofer/kartenspieler-UGKDKDZmIlyt5Goyov-qDg2
Die Ausstellung: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 21. November 2025 – 15. Februar 2026
Kulturhäuser Landkreis Ravensburg, Schloss Achberg: 11. April 2026 – 18. Oktober 2026
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen: 7. November 2026 – 28. Februar 2027
Kunsthalle Rostock: 14. März 2027 – 6. Juni 2027
Link zum Katalog: https://www.seemann-henschel.de/produkt/karl-hofer-2/
Repro-Credits: Karl Hofer, Schwarzmond, 1948
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